Am 17. Juli öffnete im Foyer der Universitätsbibliothek die Ausstellung zur Mehrsprachigkeit und zu Herkunftssprachen ihre Türen – ein Gemeinschaftsprojekt der Institute für Romanistik, Slavistik und Germanistik, der Professur für Mehrsprachigkeit sowie von Bohemicum, Slovacicum und Croaticum.
Auf den Postern treten zehn Sprachen ins Licht, die in Regensburg lebendig präsent sind, hörbar im Alltag, sichtbar im Stadtbild: Albanisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Rumänisch, Russisch, Slowakisch, Spanisch, Tschechisch und Ukrainisch. Grundlage für die Poster bilden studentische Forschungsarbeiten, die sich den Fragen nach der Bedeutung von Mehrsprachigkeit, dem Erlernen von Herkunftssprachen, Sprachwechsel und der Weitergabe an künftige Generationen widmen. Ihr Fazit: Mehrsprachigkeit lässt sich nicht auf eine einfache Formel bringen, sie ist weder reine Ressource noch bloßes Defizit. Auch das Prestige einer Sprache, häufig geformt durch politische und gesellschaftliche Strömungen, prägt sowohl die Sprache selbst als auch ihre Sprecher:innen auf vielfältige Weise.
Ein besonderer Beitrag kam von unserem Lektor fürs Albanisch, Ledio Hala und Gastprofessorin aus Prishtina, Prof. Dr. Blerta Ismajli: Gemeinsam mit Studierenden der Albanisch-Kurse stellten sie Ergebnisse der Sprachbiographien vor, die von einer bemerkenswert dynamischen Beziehung zu Albanisch als Herkunftssprache zeugen.
Die Eröffnung stieß auf reges Interesse und entfachte beim Poster-Walk zahlreiche Gespräche. Die Ausstellung ist noch bis zum 19. September zu sehen.

